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Hertha BSC Berlin Artikel
| Hertha BSC Berlin
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| Fußball-Abteilung
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| Gründung des e.V. | 25.07 1892
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| Vereinsfarben | Blau-Weiß
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| Mitglieder | 10.744 (09/2003)
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| Spielklasse | Fußball-Bundesliga
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| Spielstätte | Olympiastadion (76 Tausend Plätze)
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| Abteilungsleiter | ?
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| Chef-Trainer | Falko Götz
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| Maskottchen | Herthinho (ein clownartiger Bär)
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| Spielkleidung |
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| Vereinserfolge | 2x Deutscher Meister
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| Saison 2003/04 | 12. Platz (1. Bundesliga)
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| Hertha BSC KG mbH aA
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| Gründung | 23.05 2002
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| Unternehmensform | Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)
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| Firmensitz | Hanns-Braun-Straße 14053 Berlin Tel.: (030) 30 09 28-0 Fax: (030) 30 09 28-99
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| Aufsichtsrat | Bernd Schiphorst
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| Vorstand | Rolf Eckrodt (Vorsitzender)
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| Geschäftsführung | Dieter Hoeneß (Vorsitzender)
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| Internet
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| Homepage | www.herthabsc.de
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| E-Mail | fanbetreuung@herthabsc.de (mailto:fanbetreuung@herthabsc.de)
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Hertha BSC ist der bedeutendste Fußballverein Berlins. Der Spielbetrieb der Bundesliga-Profis, der ersten Amateur- sowie den der ersten A-Jugend-Mannschaft des Hertha Berliner Sport-Club e.V. wird durch die in dem Jahr 2002 gegründete Kommanditgesellschaft Hertha BSC KG mbH aA durchgeführt.
Der Sportverein betreibt neben Fußball noch weitere Sportarten wie z.B. Boxen.
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Hertha BSC wurde am 25.07 1892 als FC Hertha 92 gegründet. Erst in dem Jahr 1923 entstand nach der Fusion mit dem Berliner Sport-Club (BSC) der bis heute vollständige Vereinsname. Zwar trennten sich wenige Jahre später wieder beide Vereine. Den BSC durfte die Hertha aber zusätzlich in dem Namen tragen.
Die Gründung des Vereins leiteten Ende des 19. Jahrhunderts zwei 16- und 17jährige Geschwisternpaare - Fritz und Max Lindner sowie Paul und Otto Lorenz - ein, denen es einerseits nicht mehr ausreichte, stets ca. gegen die eigenen Kameraden zu spielen, die sich aber andererseits auch keinem der bereits ansässigen Vereinen anschließen wollten. Die Grundsteine für die Gründung sollen bei einer kleinen Feier in einem Berliner Lokal gelegt worden sein, im das Bier reichlich floß und sich einer der Jugendlichen an eine Schifffahrt mit seinem Vater erinnerte. Der Dampfer trug den Namen Hertha und seine Schornsteine waren in blau-weißen Farben gehalten. So war nicht ca. der Name des zukünftigen Vereins, sondern auch gleich die Vereinsfarben geboren. Heute frotzeln einige daher, dass der Klub im Suff gezeugt wurde.
Die ersten Spiele trug die Mannschaft in den kommenden Jahren bis zu dem Umzug zur Plumpe auf einem Exerzierplatz in der Nähe der Oderberger Str. in dem Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg aus. Die Spieler zogen sich in dieser Zeit bei dem Gastwirt und Sportförderer Schebera in dessen nahe gelegener Gaststätte um.
In den ersten Jahren musste Hertha 92 vor allem gegen die Widerstände der Verbände ankämpfen, die den Vereinsgründern nahe legten, sich einem der anderen, bereits etablierten, Vereinen anzuschließen. Schließlich erfolgte doch noch die Zulassung für Spiele an den Berliner Meisterschaften, in denen sie in den Jahren um den Jahrhundertwechsel erstmals eine große Rolle spielten.
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Lange Zeit Herthas Heimat: Stadion am Gesundbrunnen
Im Jahr 1904 folgte dann der Umzug an die legendäre Plumpe, die heute als Synonym für die Entwicklung des kleinen FC Hertha zu einem renommierten Fußball-Klub her hält. Plumpe war die volkstümliche Nennung für das inzwischen abgerissene Stadion am Gesundbrunnen, auf dem Hertha 92 in dem Jahr 1906 die erste Berliner Meisterschaft gewann. In der folgenden Endrunde um die deutsche Meisterschaft scheiterte Hertha dann am VfB Leipzig. Die Plumpe war zunächst ca. ein kleines umzäuntes Sportgelände, der bereits vorhandene Scherbera-Sportplatz. Der Gastwirt Schebera hatte diesen in Berlin Wedding an der nahe gelegenen Bellermannstraße angelegt. Der Sportplatz wurde allerdings zu Beginn der zwanziger Jahre verkauft.
1923 gelangte die Hertha - mit finanzieller Unterstützung des Berliner SC - in den Besitz des Geländes zwischen Behm- und Bellermannstraße. Der Berliner BSC hatte aufgrund der Fusion Geldmittel für den Kauf und Bau eines Stadions für die Fußballmannschaft freigemacht. Kurz darauf begann auf dem Gelände der Bau eines neuen Sportplatzes, der noch in dem gleichen Jahr eingeweiht wurde - die legendäre Plumpe. Der Berliner Polizeipräsident genehmigte 1924 gar den Bau einer teilweise überdachten und später 110 m langen Zuschauertribüne. 1926 wurden Stehtribünen errichtet, die in dem Berliner Volksmund ca. "Zauberberg" und "Uhrenberg" genannt wurden. In dem Jahr 1931 fasste das Stadion 35 239 Zuschauerplätze, davon 2642 Sitzplätze.
Auch wenn das Stadion während des Zweiten Weltkriegs vollkommen zerstört wurde, war es bis 1963 zusätzlich die Heimat der Berliner Hertha. Bereits in dem Juni 1946 begann erneut der Spielbetrieb in der Plumpe. Die beliebte Sportstätte wurde nach Kriegsende wieder neu aufgebaut und bot dem Klub noch bis zur Geburtsstunde der Fußball-Bundesliga eine Heimat. Dann erfüllte sie allerdings nicht mehr die notwendigen Voraussetzungen. Der DFB schrieb für Bundesliga-Spiele Stätten mit keinem kleineren Fassungsvermögen als 35 Tausend Plätzen vor. Seit dem Wiederaufbau passten nicht mehr annähernd so viele Zuschauer in die Plumpe und die Hertha zog zähneknirschend in das Berliner Olympiastadion.
1974 wurde die Plumpe abgerissen, aufgrund des Bundesligaskandals wurde die Plumpe zur Entschuldung der Hertha an eine Berliner Wohnungsbaugesellschaft verkauft, die auf dem Gelände Wohnhäuser errichtete. An der Bellermannstr. 64 bis 70 erinnert heute eine Skulptur an die legendäre Plumpe.
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Ende der 1920er: 4 traurige Jahre | |
Auch wenn Hertha 92 sich innerhalb Berlins zu einer großen Mannschaft entwickelte, blieb ihnen der ganz große Erfolg - die deutsche Meisterschaft - lange verwährt. 1919 war ein Jahr, das den Klub dabei auch noch weit zurück warf. Da einige Spieler illegale Gelder kassiert haben sollen, wurde Hertha 92 vom Spielbetrieb ausgeschlossen. 1923 schlossen sich die Herthaner dann dem bekannten Berliner Athletiksportverein "Berliner SC" an und spielten ab diesem Zeitpunkt als Fußballabteilung des Berliner SC unter der uns heute bekannten Nennung "Hertha BSC". Bereits 1929 trennten sich die Fußballer von Hertha BSC wieder vom Berliner SC. Nachdem eine Abfindung von 75 Tausend Reichsmark gezahlt wurde, konnte Hertha den Sportplatz und das durch die vier Finalteilnahmen in Folge bereits bekannt gewordene "BSC" behalten.
Auf Landesebene folgten allerdings vier glücklose Jahre, in denen Hertha BSC alle Endspiele verlor:
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Deutscher Meister 1930, 1931 | |
Nach vier gescheiterten Versuchen sollte der 22.06 1930 der Hertha endlich die erste deutsche Meisterschaft bescheren. Danach sah es vor den 40 Tausend Zuschauern in dem Düsseldorfer Rheinstadion zunächst freilich nicht aus, als Finalgegner Holstein Kiel bereits nach acht Minuten mit 2:0 führte. Doch in einem packenden Spiel erzielten sie bis zur Pause den 3:3-Ausgleich und drei Minuten vor dem Ende gar den 5:4-Siegtreffer.
Großer Anteil an beiden Titeln: Hanne Sobek (rechts)
In einer Zeit, in der Düsseldorf noch weit weg war und der Großteil der Berliner nicht die Möglichkeiten besaß, den Spielverlauf an einem Rundfunkgerät zu verfolgen, sprach sich der Erfolg zuerst ca. sehr langsam herum. Erst am darauffolgenden Tag stürmten sie die Straßen und schwenkten die blau-weißen Fahnen. Beim Empfang der Spieler kam der Verkehr um den Berliner Bahnhof Friedrichstraße vollkommen zu dem Erliegen. Alle Berliner realisierten nun: Der deutsche Meistertitel ging erstmals an die Plumpe!
Auf den nächsten Meistertitel sollten die Fans nicht lange warten müssen. Nicht weniger dramatisch verlief das Endspiel ein Jahr später - am 14.06 1931 in dem Müngersdorfer Stadion zu Köln. Vor 50 Tausend Zuschauern lagen die Berliner bis zur 75. Minute 1:2 zurück, ehe Hertha-Legende Hanne Sobek (1900-1989), der seine Mannschaft bereits in dem Vorjahr in das Spiel zurück brachte, das Spiel drehte. Mit seinen Treffern zu dem 1:1- und 2:2-Ausgleich hatte er maßgeblichen Anteil an der zweiten deutschen Meisterschaft, die Kirsei eine Minute vor Schluss mit dem Tor zu dem 3:2 perfekt machte.
22.06.1930 - Finale um die Deutsche Meisterschaft 1930
Hertha BSC Berlin - Holstein Kiel 5:4 (3:3)
Hertha BSC: Gehlhaar, Völker, Wilhelm, Leuschner, Müller, Radecke,
Ruch, Sobek, Lehmann, Kirsei, Hahn
Holstein Kiel: Kramer, Lagerquist, Zimmermann, Baasch, Ohm, Lübke, Voß,
Ritter, Ludewig, Widmayer, Esser
Tore: 0:1 Widmayer (4.)
0:2 Ritter (8.),
1:2 Sobek (22.),
2:2 Sobek (26.),
2:3 Ludewig (29.),
3:3 Lehmann (36.),
4:3 Lehmann (68.),
4:4 Ritter (82.),
5:4 Ruch (87.)
Schiedsrichter: Guyenz (Essen)
Zuschauer: 40 Tausend (Rheinstadion, Düsseldorf)
14.06.1931 - Finale um die Deutsche Meisterschaft 1931
Hertha BSC Berlin - TSV 1860 München 3:2 (1:2)
Hertha BSC: Gehlhaar, Völker, Wilhelm, Appel, Müller, Stahr, Ruch,
Sobek, Lehmann, Kirsei, Hahn
1860 München: Riemke, Schäfer, Wendl, Stock, Pledl, Eiberle, Stiglbauer,
Lachner, Huber, Oeldenberger, Thalmeier
Tore: 0:1 Oeldenberger (24.),
1:1 Sobek (44.),
1:2 Lachner (45.),
2:2 Sobek (75.),
3:2 Kirsei (89.)
Schiedsrichter: Fissenewerth (Mönchengladbach)
Zuschauer: 50 Tausend (Müngersdorfer Stadion, Köln)
Die Jahre 1930 und 1931 waren die erfolgreichsten in Herthas Vereinsgeschichte. Nie wieder hat man danach ein Finalspiel um die deutsche Meisterschaft erreicht.
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Nach Ende des Krieges - Oberliga Berlin | |
Nach Ende des 2. Weltkrieges wurden von den Alliierten alle deutschen Vereine - zu denen auch Hertha BSC zählte - aufgelöst. An einen geordneten Spielbetrieb war nicht zu denken. Viele Vereine haben Spieler verloren und so manche Spielstätte - wie auch die Berliner Plumpe - lag in Trümmern. Dennoch wurde bereits 1946 in einigen Regionen wieder der Spielbetrieb aufgenommen.
Stattdessen wurden in den vier regionalen Berliner Bezirken sogenannte Stadtbezirksmannschaften gebildet. Hertha BSC gab es so nicht mehr, die Spieler spielten nun unter der Nennung "SG Gesundbrunnen" benannt nachdem Berliner Ortsteil Gesundbrunnen in dem Abschnitt Nord. Am 1. August 1949 durfte die "SG Gesundbrunnen" dann wieder den offiziell und in Berlin beliebten Namen "Hertha BSC" tragen.
Später wurden in Berlin und in dem Süden Deutschlands die Oberligen (nicht zu verwechseln mit der heutigen Amateur-Oberliga !) gegründet, die nun in den einzelnen Regionen die höchste deutsche Spielklasse des Fußballs darstellten. Ein Jahr später wurden sie auch in allen anderen Regionen des Landes eingeführt.
Hertha BSC gehörte ab der Saison 1949/50 zu den Teilnehmern der Oberliga Berlin . Eine große Rolle spielte man dort unter den ganzen Berliner Vereinen erst einmal nicht. Man war dabei - nicht mehr, nicht weniger! Nach einem zwischenzeitlichen Abstieg folgte 1957 die erste Oberliga-Meisterschaft. In den Spielen um die deutsche Meisterschaft konnte man sich auf Bundesebene allerdings nicht durchsetzen.
Ab Anfang der 1960er Jahre kristallisierten sich aus der Oberliga drei Berliner Mannschaften heraus: Tennis Borussia Berlin, Tasmania 1900 Berlin und Hertha BSC Berlin. Drei Jahre vor Gründung der Fußball-Bundesliga kämpften sie in der heutigen Landeshauptstadt um die Vorherrschaft. Die letzte Berliner Oberliga-Meisterschaft ging an die Hertha.
Buch-Tipp: Balanced Scorecard und Controlling Ca. für Fortgeschrittene Das Buch von Weber und Schäffer ist auf jeden Fall eine gelungene Weiterführung des Standardwerkes von Kaplan und Norton, da sie teilweise mehr und genauere Daten und Handlungsmöglichkeiten bieten als es Kaplan und Norton in Ihrem eher theoretischen Werk taten. Eines sollte der interessierte Leser aber vorab in Betracht... |
Bundesliga: Das schwarze Jahr | |
Am 24. August 1963 begann für den deutschen Fußball ein neues Zeitalter. Um 17 Uhr wurde in acht deutschen Stadien die ersten Fußball-Bundesliga-Spiele angepfiffen - unter anderem auch in dem Berliner Olympiastadion. Der Auszug aus der legendären Plumpe ist der Hertha nicht leicht gefallen. Aber ein mit 60 Tausend Zuschauern gefülltes Stadion zu dem Auftakt gegen den alten Rivalen aus den glorreichen Zeiten um 1930 - den 1. FC Nürnberg musste dann doch versöhnlich stimmen. Unter den beteiligten Akteuren auf Berliner Seite: König Otto Rehhagel. Am Ende erreicht Hertha BSC durch einen verwandelten Handelfmeter ein 1:1 zu dem Auftakt.
Die erste Bundesliga-Saison endete für Berlin mit einem drittletzten Platz - einen Punkt vor dem abgestiegenen Preußen Münster, gegen das man am letzten Spieltag noch verlor. Auch in dem Folgejahr hätte sich Berlin mit der gleichen Platzierung vor dem Abstieg retten können, wurde aber vom DFB aufgrund schwerer Verstöße gegen die Statuten in die Regionalliga geschickt. Hertha BSC hatte zuvor einige Spieler mit Handgeldern an die Spree gelockt, was damals strikt verboten war. Bitter für die Berliner: Gerade ihr Zwangsabstieg löste Diskussionen und letztendlich ein Umdenken beim DFB bezüglich solcher Prämien aus.
Zum zweiten Mal nach 1919 wurde Hertha BSC Berlin somit aufgrund solcher Unregelmäßigkeiten aus dem Spielbetrieb ausgeschlossen und in der Entwicklung weit zurück geworfen. Es war das schwarze Jahr des Berliner Klubs. Die nächsten drei Spielzeiten bestritten die Herthaner in der Stadtliga Berlin (Regionalliga), in der sie auf keine gleichwertigen Gegner trafen. Die erste Saison wurde mit 58:2, die zweite mit 57:3 und die letzte Saison mit 55:5 Punkten abgeschlossen.
Buch-Tipp: Balanced Scorecard. Strategien erfolgreich umsetzen (Handelsblatt-Reihe) Gutes Konzept, aber langatmige Theorie Über die Idee muss man nicht diskutieren, schließlich ist die BSC doch innerhalb weniger Jahren anerkannt worden. Leider hat das Buch relativ wenig praktischen Nutzen, den habe ich mir jedoch auch nicht erwartet. Negativ fällt leider etwas die Qualität der deutschen Übersetzung auf, ständige Wortwiederholungen... |
1970er: Die erfolgreichsten Jahre | |
Vier Jahre nachdem Zwangsabstieg stieg Hertha BSC Berlin wieder in Deutschlands Elite-Klasse auf und etablierte sich ab 1970 dort auch. Am 18.04 gelang gegen Borussia Dortmund - zumindest mit Platz 5 direkter Tabellennachbar - ein glatter 9:1-Sieg. Die Saison endete mit einem guten dritten Platz und in dem UEFA-Pokal scheiterte man erst in dem Viertelfinale an Inter Mailand. 1975 steigerte man diesen Erfolg mit der deutschen Vizemeisterschaft.
Gegen den Ende der 1970er Jahre stürzte die Mannschaft in der Bundesliga mehr und mehr in das Mittelmaß, machte aber in den nationalen und internationalen Pokalwettbewerben auf sich aufmerksam. Am 30.05 1977 wurde das DFB-Pokalfinale gegen den 1. FC Köln mit 0:1 verloren, nach dem zwei Tage zuvor kein Sieger ermittelt werden konnte (1:1 n.V.). Zwei Jahre später geht dann auch das DFB-Pokalfinale gegen Fortuna Düsseldorf mit 0:1 in der Verlängerung verloren. Nie wieder hat seither Hertha BSC in dem Finale dieses Wettbewerbs gestanden.
Im UEFA-Pokal reichte es in dem gleichen Jahr bis in das Halbfinale, wo man erst Roter Stern Belgrad mit 2:1 und 0:1 unterlegen war. Es war für 20 Jahre der letzte internationale Auftritt der Berliner.
Auch in der Fußball-Bundesliga begann nun der sportliche Abstieg, der in dem Mai 1980 tragisch zustande kam. Punktgleich mit Bayer 05 Uerdingen beendeten die Berliner die Saison, mussten aber aufgrund zwei fehlender Tore (41:61 gegenüber Uerdingens 43:61) den Weg in die zweite Liga antreten.
Buch-Tipp: Balanced Scorecard: Einfuhrung, Anpassung Und Aktualisierung Standardwerk Schon der Name des Autors hat in der Fachwelt Klang: Paul R. Nivens BSC- Praxiserfahrung erstreckt sich von Versicherungsgesellschaften über Gemeindeverwaltungen bis hin zur US Navy. Das von Altmeister Robert S. Kaplan verfasste Vorwort lässt sich denn auch als "Ritterschlag" deuten - verdientermaßen, darf man sagen.
Niven liefert... |
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Von nun an stürzte Hertha BSC stets tiefer. Der zwischenzeitliche Wiederaufstieg in die Bundesliga endete mit dem letzten Tabellenplatz. Am 8. Mai 1986 war nach einem 0:2 bei Alemannia Aachen dann sogar der Abstieg in die Amateur-Oberliga besiegelt. Hertha BSC war von nun an eine Amateur-Mannschaft und trug seine Heimspiele fortan auf einem kleinen Sportplatz an der Osloer Straße aus. Doch die Euphorie war ungebrochen: In dem Schnitt besuchten 2 Tausend Zuschauer die Spiele von Hertha BSC, beim Spitzenspiel gegen den BSC Türkiyemspor waren gar 12 Tausend Zuschauer in dem Stadion.
Am 19. Juni 1988 konnte ganz Berlin wieder jubeln, Hertha BSC feierte den Aufstieg in die 2. Fußballbundesliga, zwei Jahre später folgte gar der Aufstieg in die erste Bundesliga. Der Euphorie folgte die Ernüchterung, auch der "Feuerwehr-Mann" Peter Neururer konnte den erneuten Abstieg in die 2. Liga nicht verhinden. Bis 1997 spielte Hertha BSC als "graue Maus" in der 2. Bundesliga, bei einem Zuschauerschnitt von 3 Tausend in dem Berliner Olympiastadion vor einer Geisterkulisse.
Buch-Tipp: Das Hertha Kompendium Das Buch " Das Hertha Kompendium" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch. |
1997: Rückkehr in die Bundesliga | |
1995 wurde die Mannschaft von Jürgen Röber übernommen und ca. knapp vor dem Abstieg in die Drittklassigkeit bewahrt. Zusammen mit Trainer Jürgen Röber stieg die "alte Dame" Hertha BSC Berlin in dem Jahre 1997 endgültig in die Bundesliga auf. In diesen Jahren von 1993 - 1997 konnte Hertha BSC auch einen enormen Anstieg der Zuschauerzahlen verbuchen. Waren 1993 zu jedem Heimspiel in dem Schnitt 3 Tausend Zuschauer erschienen, konnte der Zuschauerschnitt in den kommenden Jahren kontinuierlich gesteigert werden. Höhepunkt war am 7. April 1997 das Heimspiel gegen den abgestiegenen 1. FC Kaiserslautern, bei dem mit 75 Tausend Zuschauern der bis jetzt gültige Zuschauerrekord für die 2. Fußballbundesliga aufgestellt wurde. Beide Teams sollten nach dieser Spielzeit wieder erstklassig sein.
Durch die Steigerung der Einnahmen aus den Heimspielen und den hohen Umsätzen aus den Fan-Verkäufen sowie den Finanzhilfen der UFA wurde der Verein Hertha BSC mittlerweile in eine Kapitalgesellschaft (KGaA) umgewandelt.
Trotz einiger Erfolge in der Bundesliga und in dem UEFA-Cup und sogar eine Championsleagueteilnahme wurde Jürgen Röber am 06.02.02 entlassen. Als Nachfolger agierte Falko Götz dann 13 Spiele lang durchaus erfolgreich als Trainer. Huub Stevens trat zu dem 01.07.02 den Posten als neuer Trainer bei Hertha BSC Berlin an. Die Mannschaft agierte erfolg- und glücklos und Stevens wurde zu dem 04.12.03 beurlaubt. Für Hans Meyer, der ca. vom 03.01.04 - 30.06.04 Trainer bei Hertha BSC war, galt es nun, den drohenden Abstieg zu verhinden. Mit Saisonplatz 12 gelang das dem Trainer gut.
Derzeitiger Trainer der Fußballmannschaft ist Falko Götz. Götz war bereits Interims-Trainer bei Hertha BSC Berlin gewesen. Er hatte nach der Entlassung von Jürgen Röber bis zu dem Dienstantritt von Huub Stevens als Trainer gearbeitet. Götz hat jetzt das Mannschaftstraining in Berlin aufgenommen.
Buch-Tipp: Das Hertha-Lexikon. Spieler, Tore, Meisterschaften Sehr interessant Ich fand das Hertha-Lexikon sehr interessant und gelungen. Am Anfang wird viel über die Geschichte und die Gründung von Hertha BSC erzählt,später ist es von A-Z geordnet. Dort erfährt man z. B. viel Wissenswertes über Spieler,Funktionäre oder Stadien. Leider ist das Lexikon ca. auf dem Stand von 2001,es ist also nicht mehr... |
Die Trainer von 1963 - heute |
Josef Schneider 01.07.63 - 08.03.65
Gerhard Schulte 09.03.65 - 30.06.66
Helmut Kronsbein 01.08.66 - 13.03.74
Hans Eder 14.03.74 - 30.06.74
Dettmar Cramer 01.07.74 - 09.07.74
Hans Eder 10.07.74 - 16.07.74
Georg Keßler 17.07.74 - 30.06.77
Kuno Klötzer 01.07.77 - 27.10.79
Hans Eder 28.10.79 - 26.12.79
Helmut Kronsbein 27.12.79 - 30.06.80
Uwe Klimaschewski 01.07.80 - 08.12.81
Georg Gawliczek 09.12.81 - 30.06.83
Martin Luppen 01.07.83 - 25.05.84
Hans Eder 26.05.84 - 30.06.84
Uwe Kliemann 01.07.84 - 03.12.85
Hans Eder 04.12.85 - 07.01.86
Rudi Gutendorf 08.01.86 - 20.04.86
Jürgen Sundermann 21.04.86 - 12.10.88
Werner Fuchs 13.10.88 - 13.11.90
Pal Csernai 13.11.90 - 12.03.91
Peter Neururer 13.03.91 - 28.05.91
Karsten Heine 28.05.91 - 30.06.91
Bernd Stange 01.07.91 - 18.08.92
Günter Sebert 21.08.92 - 20.10.93
Uwe Reinders 21.10.93 - 23.03.94
Karsten Heine 24.03.94 - 18.12.95
Jürgen Röber 01.01.96 - 06.02.02
Falko Götz 07.02.02 - 30.06.02
Huub Stevens 01.07.02 - 04.12.03
Andreas Thom 04.12.03 - 31.12.03
Hans Meyer 01.01.04 - 30.06.04
Falko Götz seit 01.07.04
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1949/50 - 1952/53 Stadtliga Berlin
1953/54 Amateurliga Berlin
1954/55 - 1962/63 Vertragsliga Berlin
1963/64 - 1964/65 1. Bundesliga
1965/66 - 1967/68 Stadtliga Berlin
1968/69 - 1979/80 1. Bundesliga
1980/81 - 1981/82 2. Bundesliga
1982/83 1. Bundesliga
1983/84 - 1985/86 2. Bundesliga
1986/87 - 1987/88 Amateur-Oberliga
1988/89 - 1989/90 2. Bundesliga
1990/91 1. Bundesliga
1991/92 - 1996/97 2. Bundesliga
1997/98 - 1. Bundesliga
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- Deutscher Meister (2): 1930, 1931
- Deutscher Vizemeister (5): 1926, 1927, 1928, 1929, 1975
- Deutscher Pokalfinalist (3): 1977, 1979, 1993 (Amateure)
- Berlin/Brandenburgischer Meister (18): 1906, 1915, 1917, 1918, 1925, 1926, 1927, 1928, 1929, 1930, 1931, 1933, 1935, 1937, 1944, 1957, 1961, 1963
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- Saison 1969/1970 (UEFA-Pokal)
- 1. Runde: UD Las Palmas - Hertha 0:0 und 0:1
- 2. Runde: Hertha - Juventus Turin 3:1 und 0:0
- Achtelfinale: Vitoria FC Setubal - Hertha 1:1 und 0:1
- Viertelfinale: Hertha - Inter Mailand 1:0 und 0:2
- Saison 1970/1971 (UEFA-Pokal)
- 1. Runde: B 1901 Nykobing - Hertha 2:4 und 1:4
- 2. Runde: Hertha - Spartak Trnava 1:0 und 1:3
- Saison 1971/1972 (UEFA-Pokal)
- 1. Runde: Hertha - IF Elfsborg 3:1 und 4:1
- 2. Runde: AC Mailand - Hertha 4:2 und 1:2
- Saison 1978/1979 (UEFA-Pokal)
- 1. Runde: Hertha - Trakia Plovdiv 0:0 und 2:1
- 2. Runde: Hertha - Dynamo Tiflis 2:0 und 0:1
- Achtelfinale: Esbjerg FB - Hertha 2:1 und 0:4
- Viertelfinale: Hertha - Dukla Prag 1:1 und 2:1
- Halbfinale: Roter Stern Belgrad - Hertha 1:0 und 1:2
- Saison 2000/2001 (UEFA-Pokal)
- 1. Runde: Zimbru Chisinau - Hertha 1:2 und 0:2
- 2. Runde: Hertha - Amica Wronki 3:1 und 1:1
- 3. Runde: Hertha - Inter Mailand 0:0 und 1:2
- Saison 2001/2002 (UEFA-Pokal)
- 1. Runde: VC Westerloo - Hertha 0:2 und 0:1
- 2. Runde: Viking Stavanger - Hertha 0:1 und 0:2
- 3. Runde: Servette Genf - Hertha 0:0 und 3:0
- Saison 2002/2003 (UEFA-Pokal)
- 1. Runde: FC Aberdeen - Hertha 0:0 und 0:1
- 2. Runde: APOEL Nikosia - Hertha 0:1 und 0:4
- 3. Runde: Hertha - FC Fulham 2:1 und 0:0
- Achtelfinale: Hertha - Boavista Porto 3:2 und 0:1
- Saison 2003/2004 (UEFA-Pokal)
- 1. Runde: Hertha - Groclin Dyskobolia 0:0 und 0:1
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Es werden ca. Ergebnisse aus der ersten und zweiten Bundesliga berücksichtigt.
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- 5:0 gegen Eintracht Frankfurt (28.01.1978, Bundesliga)
- 6:0 gegen SpVgg Bayreuth (15.05.1982, 2. Bundesliga)
- 6:0 gegen OSV Hannover (30.05.1981, 2. Bundesliga)
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- 0:6 gegen Hamburger SV (05.04.1980, Bundesliga)
- 0:5 gegen KFC 05 Uerdingen (25.04.1992, 2. Bundesliga)
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Höchste Auswärtsniederlagen | |
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